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Welche Sachwertanlagen gibt es?

Von Ufuk Köroglu, Geschäftsführer Betongold Elite · aktualisiert am 13.10.2026

Kurz beantwortet

Sachwertanlagen stehen für reale Güter statt für Geldforderungen. Die wichtigsten sind direkt gehaltene Immobilien, Aktien und Aktienfonds, Immobilienfonds und REITs sowie Edelmetalle. Sie unterscheiden sich stark bei Ertrag, Schwankung, Liquidität, Kosten und Aufwand. Für die meisten Anleger ist eine Mischung sinnvoller als eine einzige Sachwertklasse.

Sachwert oder Geldwert?

Geldwerte sind Forderungen auf einen festen Betrag: Konto, Festgeld, Anleihen, Lebensversicherungen. Ihr Nennwert ist stabil, ihr realer Wert sinkt mit der Inflation.

Sachwerte sind Anteile an realen Gütern: Gebäude, Unternehmen, Rohstoffe, Land. Ihr Preis schwankt, kann aber langfristig mit dem Preisniveau steigen.

Die wichtigsten Sachwertanlagen im Vergleich

Anlage Laufender Ertrag Liquidität Aufwand Besonderheit
Vermietete Immobilie (direkt) Miete gering mittel Fremdfinanzierung, Abschreibung, nach 10 Jahren steuerfreier Verkauf
Aktien-ETF Dividenden hoch gering breite Streuung, sichtbare Schwankung
Offener Immobilienfonds Ausschüttung eingeschränkt (Halte- und Kündigungsfristen) gering indirekte Immobilienanlage
REITs / Immobilienaktien Dividenden hoch gering schwanken wie Aktien
Geschlossener Fonds / AIF Ausschüttung, unsicher sehr gering gering lange Bindung, Totalverlustrisiko
Gold, Edelmetalle keiner hoch gering Krisenschutz, keine Erträge
Wald, Agrarland Pacht, Holzerlöse sehr gering mittel sehr langfristig, Nischenmarkt

Direkte Immobilie

Der Klassiker unter den Sachwerten. Vorteile: laufende Miete, Kreditfinanzierung, steuerliche Abschreibung, volle Kontrolle über das Objekt. Nachteile: hoher Einstiegsbetrag, geringe Streuung, Aufwand und Kaufnebenkosten. Ausführlich: Immobilien als Kapitalanlage.

Aktien und Aktienfonds

Wer Aktien besitzt, besitzt Anteile an Unternehmen – an ihren Fabriken, Marken und Gewinnen. Breit gestreute ETFs sind günstig und jederzeit handelbar, schwanken aber deutlich.

Immobilienfonds und REITs

Sie ermöglichen eine Immobilienanlage mit kleinen Beträgen und ohne Verwaltungsaufwand. Offene Immobilienfonds haben Mindesthalte- und Kündigungsfristen; börsennotierte Immobiliengesellschaften schwanken wie Aktien. Hebel und Abschreibung einer direkt gehaltenen Wohnung fehlen.

Edelmetalle

Gold gilt als Krisenwährung, bringt aber keine laufenden Erträge. Es kann einen kleinen Teil des Vermögens absichern, ersetzt aber keine ertragbringende Anlage.

Wie eine sinnvolle Mischung aussehen kann

Eine Faustregel gibt es nicht, aber ein Grundprinzip: Liquide Reserve auf dem Konto für Notfälle, breit gestreute Wertpapiere für Flexibilität, und – bei passendem Einkommen und Zeithorizont – eine direkt gehaltene Immobilie als langfristiger, kreditfinanzierter Sachwert.

Häufige Fragen

Welche Sachwertanlage ist die sicherste?

Keine ist risikofrei. Breit gestreute Aktienfonds und vermietete Wohnungen in gefragten Lagen haben sich langfristig bewährt, schwanken aber auf unterschiedliche Weise.

Sind geschlossene Fonds eine gute Alternative zur eigenen Wohnung?

Sie sind langfristig gebunden, kaum vorzeitig verkäuflich und können im schlimmsten Fall zum Totalverlust führen. Für Privatanleger sind sie nur mit sehr genauer Prüfung geeignet.

Was ist besser: eigene Wohnung oder Immobilienfonds?

Die eigene Wohnung bietet Hebel, Abschreibung und Kontrolle, verlangt aber Kapital und Aufwand. Der Fonds ist bequem und gestreut, ohne diese Vorteile.

Schützen Sachwerte vor Inflation?

Langfristig häufig besser als Geldwerte, aber nicht garantiert – siehe Vermögen vor Inflation schützen.

Rechnen wir es mit Ihren Zahlen durch

Fünfzehn bis dreißig Minuten per Telefon oder Video: Einkommen, Eigenkapital, Zeithorizont. Danach wissen Sie, ob eine vermietete Wohnung zu Ihnen passt – auch wenn die Antwort nein lautet.

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Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information (Stand: Oktober 2026) und ersetzt keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Wie sich eine Immobilie in Ihrem Fall auswirkt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab und gehört mit Ihrem Steuerberater besprochen. Immobilien sind eine langfristige Anlage; Wertentwicklung und Mieteinnahmen sind nicht garantiert.