Medizinerrente: Was das Versorgungswerk lässt, und was nicht
Ärztinnen und Ärzte zahlen in ein Versorgungswerk statt in die gesetzliche Rentenversicherung. Das ist besser als sein Ruf — und trotzdem der Grund, warum dieses Thema so oft auf unserem Tisch landet.
Die Ausgangslage
Die berufsständischen Versorgungswerke der Ärztekammern arbeiten kapitalgedeckt und liefern in der Regel eine höhere Rente als die gesetzliche Rentenversicherung. Der Punkt ist ein anderer: Die Höhe der späteren Leistung hängt an den Rechnungsgrundlagen des Versorgungswerks, an der Kapitalmarktentwicklung und an der Beitragsdauer — und sie ersetzt selten das Einkommensniveau, das jemand im Berufsleben gewohnt war.
Dazu kommen zwei Besonderheiten, die diesen Beruf von anderen unterscheiden: ein oft später Berufseinstieg nach Studium und Weiterbildung, und ein Einkommen, das als Oberärztin, Chefarzt oder in eigener Praxis stark steigt — mit einem entsprechend hohen Grenzsteuersatz.
Warum gerade eine vermietete Immobilie oft passt
- Der Steuereffekt wirkt am stärksten dort, wo der Steuersatz hoch ist. Abschreibung und Schuldzinsen mindern das zu versteuernde Einkommen — bei einem hohen Grenzsteuersatz entsprechend deutlich. Siehe Steuern und Immobilien.
- Banken bewerten Mediziner günstig. Ein planbares, hohes Einkommen und eine niedrige Ausfallwahrscheinlichkeit wirken sich auf die Finanzierungskonditionen aus.
- Der Zeitaufwand ist gering. Eine vermietete Wohnung mit Verwaltung verlangt keine wöchentliche Aufmerksamkeit — anders als ein Depot, das man beobachten möchte, oder eine Beteiligung, die Mitarbeit erfordert.
- Die Mieteinnahme läuft im Ruhestand weiter, unabhängig davon, was das Versorgungswerk auszahlt.
Die Fragen, die wir im ersten Gespräch klären
- Wie hoch ist deine voraussichtliche Leistung aus dem Versorgungswerk, und ab wann?
- Wo liegt dein Grenzsteuersatz heute — und wo voraussichtlich in zehn Jahren?
- Bist du angestellt, in eigener Praxis, oder beides?
- Gibt es bereits Verbindlichkeiten aus einer Praxisfinanzierung?
- Wie viel Eigenkapital ist verfügbar, ohne dass es woanders fehlt?
Erst danach sprechen wir über Objekte. Nicht umgekehrt.
Was wir nicht behaupten
Wir sagen dir nicht, wie hoch deine Rente aus dem Versorgungswerk sein wird — das kann nur dein Versorgungswerk. Wir versprechen keine Rendite und keine Steuerersparnis in Euro. Was wir tun: deine Zahlen zusammen mit dir durchrechnen und dir sagen, ob eine Immobilie in deiner Lage etwas verbessert. Wenn nicht, sagen wir das auch.
Verwandt: Rentenlücke schließen, Vermögensaufbau mit Immobilien.
Häufige Fragen
- Reicht das ärztliche Versorgungswerk nicht aus?
- Es ist eine solide Grundlage und in der Regel besser als die gesetzliche Rentenversicherung. Ob es für deinen gewohnten Lebensstandard reicht, hängt von deinem Einkommensniveau, deiner Beitragsdauer und deinen Ansprüchen ab — diese Zahl bekommst du von deinem Versorgungswerk, nicht von uns.
- Ich habe kaum Zeit. Wie aufwendig ist eine vermietete Wohnung?
- Mit einer Hausverwaltung beschränkt sich der laufende Aufwand im Normalfall auf die jährliche Abrechnung und die Eigentümerversammlung. Der zeitintensive Teil ist die Auswahl vor dem Kauf — und den übernehmen wir.
- Ist eine Immobilie sinnvoll, wenn ich noch eine Praxisfinanzierung laufen habe?
- Das muss man rechnen. Eine bestehende Praxisfinanzierung beeinflusst, was die Bank zusätzlich darstellt. Manchmal ist die Antwort: erst in zwei Jahren. Das sagen wir dann auch so.
- Arbeitet ihr bundesweit mit Ärzten?
- Ja. Der Sitz ist Mannheim, begleitet wird deutschlandweit — die Gespräche laufen ohnehin überwiegend digital, was bei diesem Beruf meist der einzige Weg ist, überhaupt einen Termin zu finden.
Fünfzehn Minuten, dann weißt du, woran du bist
Kein Objekt, kein Verkaufsgespräch — erst deine Zahlen: Einkommen, Eigenkapital, laufende Verpflichtungen, Zeithorizont. Danach sagen wir dir, ob sich das für dich rechnet. Auch wenn die Antwort nein lautet.
Termin auswählenDieser Text ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Wie sich eine Immobilie in deinem Fall auswirkt, hängt von deiner persönlichen Situation ab und gehört mit deinem Steuerberater besprochen. Immobilien sind eine langfristige Anlage; Wertentwicklung und Mieteinnahmen sind nicht garantiert.